• Lara Selina

Life Update - 4 Monate in Wien


Und da saß ich plötzlich. In meiner neuen Wohnung. In einer neuen Stadt. In Wien. Überwältigt von all den Gefühlen und Glücksmomenten. Ich sag’s euch. Ich wünschte ich könnte euch auch nur im Ansatz in Worte fassen, wie sich das alles angefühlt hat und welche Gedanken mir durch den Kopf rasten. Von ich kann „mein neues Leben“ kaum erwarten bis hin zu das ging mir alles viel zu schnell - war alles dabei. Doch eines wusste ich. Und das weiß ich auch jetzt. Ich war mir bei etwas noch nie so sicher. Ich hab so viele, liebe und tolle Menschen um mich, meine Familie, meine Freunde und Niklas, die mich immer unterstützen. Egal was ist. Ja und los ging es also in einen neuen Lebensabschnitt mit all den Momenten im Gepäck, die sich ins Gehirn einbrannten. Die, die mich geprägt haben. Die, die mich zu dem Menschen und der Person gemacht haben, der ich bin.

Und jetzt. Jetzt sitz ich da. Auf meiner Couch mit meinem Laptop auf dem Schoß und schreibe das erste Life Update nach 4 Monaten in Wien für meinen Blog. Wahnsinn wie die Zeit vergeht und wie sie gerade so an einem vorbeirast. Es ist schon so viel passiert. Es fühlt sich an als wäre ich schon ewig hier und gleichzeitig auch so als wäre mein Umzug erst gestern gewesen. Und was kann ich nun nach 4 Monaten sagen?


Freundeskreis

Was soll ich sagen? Durch einen Umzug erfährt man, wer die echten und wahren Freunde sind. Denn es bleiben nur die, die es wirklich immer ernst mit dir meinten. Die, die auch 400 km auf sich nehmen, um dich zu besuchen. Die, die dich trotzdem jeden Tag anrufen oder dir schreiben. Ja die, die sollte man niemals, ja niemals mehr loslassen. Und die anderen? Naja, die haben sich wohl dafür entschieden, dass die Freundschaft doch nicht so wichtig war. Aber so ist das eben im Leben.


Neuer Job

Wer sich fragt, ob ich das Bloggen wohl hauptberuflich mache - nein. Ich arbeite vollzeit als Marketing Managerin in einer Agentur in Wien, konnte mich auf Anhieb mit meinem neuen Job identifizieren und bin super happy. Ich habe so viel neues gelernt und habe mich weiterentwickelt. Und das nach so kurzer Zeit. Mal wieder ein Grund, warum ich für mich persönlich beschlossen habe, keinen Master mehr zu machen. Durch das Anwenden in der Praxis und das „ins Kalte Wasser schmeißen“ lernt man, wie es nun im Arbeitsleben wirklich funktioniert. Und ist man erstmal gewohnt ein gutes, geregeltes Einkommen zu haben, will man das auf keinen Fall mehr missen. Master? Also nein eher nicht. Aber sag niemals nie.


Umzug

Ich will ja nicht jammern, aber, dass ein Umzug in das Nachbarland so kompliziert sein wird, hätte ich mir nicht gedacht. Eine Wohnung finden und einziehen? Nein, damit ist es noch lange nicht getan! Da stehen noch 678663738468 andere to do’s ganz kleingedruckt auf der Rückseite. Die, die einem richtig Zeit und Nerven rauben. Und weil ich das vielleicht dem ein oder anderen ersparen will, werde ich euch nun das Kleingedruckte verraten.


Bankkonto

Bevor du irgendetwas in deiner neuen Heimat machen willst, beantrage dir ein Konto bei einer heimischen Bank. Glaub mir und danke mir später. Das wird dir so einiges leichter machen.

Sozial- und Krankenversicherung

Hier kann es schon einmal sein, dass du 1 Mal, 2 Mal oder vielleicht sogar 3 Mal nachhaken musst, bevor du deine E-Card bekommst. Bleib hartnäckig, sonst werden die Arztbesuche echt mühsam und ohne E-Card auch kein Arztbesuch (na zumindest bei den meisten Ärzten).

Handy und Wlan

Damit kannst du dir mehr oder weniger 1 Monat Zeit lassen und brauchst keine Zeit dafür verschwenden. Denn nach gefühlt 10 Stunden im Shop eines Mobilfunkanbieters (ich denke ich muss den Namen hier nicht nennen) ging ich eines Abends gut gelaunt wieder zu meinem nun 7. Ansprechpartner, um meinen Vertrag, mein neues Handy und auch mein Wlan abzuholen. Da sich aber plötzlich herausstellte, dass ich ja auch noch einen österreichischen Gehaltsnachweis (von dem vorher kein einziges Mal die Rede war) des letzten Monats brauche, ging ich wohl doch wieder mit leeren Händen nach Hause und habe 12 Stunden umsonst verschwendet. Wie um alles in der Welt stellen sie sich das vor? Wie soll ich schon einen Gehaltsnachweis parat haben, wenn ich doch gerade erst hergezogen bin? Spart euch also eure Nerven und wartet 1 Monat. Kündigt also euren alten Handvertrag erst dann, wenn ihr den neuen in den Händen haltet.

Meldeamt

Das geht eigentlich ganz easy. Sobald du in einem neuen Land bist, musst du deine Wohnung als Haupt- oder Nebenwohnsitz anmelden. Schau am besten, dass du schon vor 8 Uhr dort bist und alle nötigen Unterlagen dabei hast. Erkundige dich vorher am besten im Internet bei deiner zuständigen Behörde. Dort stehen auch meistens die Infos zu den Unterlagen.

Aufenthaltsgenehmigung

Innerhalb von 4 Monaten musst du dann deinen Aufenthalt melden, dass du nun also hier lebst. Hier musst du (zumindest in Wien) ein bisschen mehr Zeit mitbringen, denn schon um halb 8 vor Öffnung um 8 Uhr, standen schon 100 Menschen vor der Tür und warteten. Einen Vormittag solltest du dir also freihalten. Geduld ist gefragt.

Und jetzt? Freue ich mich auf alles was noch kommt, auf alles, was das Leben noch so für mich parat hat und auf alles, was noch so auf mich wartet. Ich freue mich auf den ersten Frühling in Wien, wenn endlich wieder alles erwacht. Auf das erste Eis und stundenlange Sommerabende am Donaukanal. Auf neue Eindrücke, Erfahrungen und Erlebnisse. Auf Herausforderungen, die einen wachsen lassen und auf Challenges, die einen nur stärker machen. Auf neue Pläne und Visionen.

xo|L.