• Lara Selina

Generation Y oder auch Generation Unzufrieden?


So ihr Lieben, ich glaube das ist der spontanste Blogbeitrag, den ich je geschrieben habe. Aber heute habe ich mich mit meiner Arbeitskollegin, mittlerweile einer gute Freundin, über ein ganz interessantes und vor allem kopfzerbrechendes Thema unterhalten, das mich schon sehr lange beschäftigt und mir so oft durch den Kopf geht. Als ich dann heute Abend nach Hause gekommen bin und mich auf mein Sofa gesetzt hab', war mir einfach danach all meine Gedanken zu diesem Thema einmal nieder zu schreiben. Vielleicht interessiert es euch ja auch bzw. wollt daran teilhaben.


Es geht um uns, unsere Generation und unsere Lebensweise. Man nennt uns auch die „Generation Y“ oder aber auch „Generation WHY“. Ja, das beschreibt uns besser. Ich sage bewusst uns, ja, damit meine ich dich und mich, weil wir exakt zu dieser Generation gehören und ich genau diese Zielgruppe mit meinem Blog und meinem Content auf Instagram Tag für Tag erreiche und anspreche. Nichts ist uns gut genug, wir sind ständig unzufrieden, stellen alles in Frage und streben immer nach dem Besten und Tollsten. Klar, bis zu einem gewissen Grad ist das ja auch gut so, aber manchmal habe ich das Gefühl, dass wir nicht zufrieden zu stellen sind. Kaum hat man sich einen Wunsch erfüllt, gibt es einen nächsten noch tolleren, besseren, ach was weiß ich. Ihr versteht was ich meine. Wie im privaten Leben ist es aber auch in der Arbeitswelt. Jeder will einen noch besseren Beruf und läuft es mal nicht so rund, sucht man sich eben was Neues. Ganz nach dem Motto „Da draußen wartet ganz bestimmt noch viel mehr auf mich.“ Alles ist möglich und nichts bleibt. Wir leben in einer Konsumgesellschaft und alles wird immer mehr und noch mehr. Mehr Angebot, mehr Varianten, mehr Möglichkeiten, noch mehr Geschäfte und Supermärkte. Manchmal würde ich gerne ganz laut schreien - „Wer verdammt nochmal braucht so viel von allem.“ Ich muss ehrlich zugeben manchmal macht mich das wahnsinnig und ich bin damit ziemlich überfordert. Die Ansprüche unserer Generation verändern die gesamte Wirtschaft. Früher hat es doch auch ein Supermarkt in der Stadt getan. Warum müssen es jetzt 4 Supermarktketten nebeneinander sein. Wer braucht schon 50 Paar Schuhe oder einen Kleiderschrank, der aus allen Nähten platzt? Ich sag nur Generation Tinder. Sich bloß nicht festlegen wollen. "Ne, den/die wisch ich weg. Da kommt doch noch was Besseres."


Und in der U-Bahn. Ja da starren wir alle in unsere Smartphones. Nehmen wir die Welt um uns rum eigentlich noch wahr? Ja, ich mache mir das immer wieder bewusst, aber ich ertappe mich selbst dabei und zähle mich ganz genauso dazu. Kaum haben wir eine freie Minute, zücken wir unser i Phone, und scrollen sinnlos durch den Instagram-Feed. Und wie oft am Tag? Ich will gar nicht nachzählen.


Wir vergleichen uns viel zu oft mit anderen. Schauen oft nur nach oben. Unsere Generation will immer nur noch mehr. Normal ist nicht genug. Oder sagen wir nicht mehr genug. Bewundern das perfekte Leben der anderen, anstatt mal nach unten zu schauen. Zu dem was man eigentlich schon alles hat. Wie verdammt gut es einem doch eigentlich geht. Wie dankbar wir sein können, gesund zu sein. Und soll ich euch was sagen? Diese ach so perfekte Instagram-Welt, die so scheint als wäre immer alles toll und alle wären immer happy - gibt es nicht. Klar, jeder zeigt sich auf den Social Media Plattformen von der besten Seite, damit will ich mich gar nicht ausschließen, keine Frage - aber glaubt nicht immer alles, was euch jeden Tag von allen Bloggern und Stars so unterkommt. Oft steckt hinter einem Bild so viel Arbeit und 5 Meter daneben schaut die Welt ganz anders aus. Lasst euch auf keinen Fall demotivieren, sondern folgt Accounts, die euch inspirieren, die ihr euch gerne anschaut.


Ich glaube ich kann gar nicht in Worten ausdrücken, was in letzter Zeit wirklich in mir vorgeht. Ich denke aber, was ich sagen will und was ich als außenstehender Beobachter unserer Generation lehren würde, wäre, uns zu lernen auf dem Boden zu bleiben. Sich zufrieden zu geben, mit dem wie es ist. Uns aus dem Strudel der Selbstoptimierung holen. Ja - es ist auch okay mal nicht zu 100% perfekt zu sein. Vielleicht lieber einmal mehr den Moment genießen als schon wieder nachzudenken, was morgen ist, nächste Woche, in einem Jahr - ja wo will ich in 3 Jahren sein. Weil vielleicht ist das Leben genau jetzt, in diesem Moment etwas ganz Besonderes. Und was tun wir? Leben in der Zukunft mit einem ständigen Gefühl der Unsicherheit. Ach, das geht noch besser. Bin ich das überhaupt? Ich glaube da wartet noch viel mehr auf mich. Leute, lasst uns mal mehr uns selbst vertrauen. Es wird schon alles so kommen, wie es sein soll. Und vielleicht ist unser Leben dann plötzlich doch gar nicht mehr so schlecht.

2 Kommentare